31. Oktober 2014 | Posted in:Auto

Der Winter steht vor der Tür und ich stand mal wieder vor der Entscheidung was denn nun an Reifen aufgezogen werden soll. Einfach ist diese Entscheidung nie. Geht man nach den Reifentests in einschlägigen Fachzeitschriften und/oder Portalen, so landet man eigentlich immer bei den Premium-Herstellern. Diese stellen ganz bestimmt keine schlechten Reifen her. Der Umstand jedoch, dass sie auch maximal den Geldbeutel belasten, lässt mich jedes Mal wieder erschauern.

Aus diesem Grunde habe ich den Markt nach Alternativen durchsucht und bin auf einen chinesischen Reifen gestoßen. Ist ja auch kein Wunder, da diese in den letzten Jahren die Märkte mit „Billigreifen“ quasi überschwemmen.

Nun ja. Glaubt man den oben genannten Fachzeitschriften, sind sie allesamt der letzte Schrott. Schaut man sich diverse Foreneinträge an, so kann man ebenfalls den Eindruck gewinnen, dass die China-Reifen quasi nur in Form gepresstes Erdöl sind, die die Bezeichnung PKW-Reifen eigentlich gar nicht verdienen. Und da war es wieder unser „eigentlich“. Für mich bedeutet das immer, dass es eben noch mindestens eine weitere Möglichkeit gibt. Und eben diese war ich dieses Jahr bereit einfach mal in einem Selbstversuch auszuloten.

Blacklion-tyres-logo

Ich entschied mich für einen Reifen der Marke Blacklion. Der Hersteller ist die Firma Jinyu Tyres, die wiederum eine Tochter der Sailun Corporation ist. Ich bestellte den Blacklion BW56 Snowpioneer in der Dimension 235/45R17 bei Reifen.com. Bestellt, bezahlt und geliefert innerhalb von drei Tagen. Da konnte ich nicht meckern. Aufziehen und wuchten wird dann von der örtlichen Werkstatt übernommen.

In Summe komme ich aktuell also auf roundabout €260.- inkl. Montage. Das ist in meinen Augen mal ne Ansage für diese Dimension. Reifen eines Premium-Herstellers hätten ca. €300.- mehr bedeutet.

Einige werden nun aufschreien und die Meinung vertreten, dass einem der Mehrpreis doch sein Leben wert sein sollte. Grundsätzlich stimme ich dem zu. Doch wenn niemand anfängt auch mal andere Territorien zu betreten, so werden wir nie wissen, ob es noch andere gute Möglichkeiten über unseren Tellerrand hinaus gibt.

Also brachte ich heute die acht Teile zum Aufziehen und Wuchten. „So möge er mir diese zu Vieren zusammenführen.“ Mitte nächster Woche kann ich sie abholen und montieren. Dauert zwar ein wenig, aber die Werkstätten sind in dieser Jahreszeit eben chronisch überlastet. Macht ja auch nichts. Haben wir doch noch immer über +10°C auf dem Thermometer.

Zum bevorstehenden Testszenario sei noch erwähnt, dass ich mich vornehmlich in gemäßigten Gefilden bewege und seltenst in die Versuchung komme meinen Opel Omega B mit 200km/h über die Autobahn zu scheuchen. Somit ergibt sich eine Nutzung zu 95% in der Stadt, die mit gelegentlichen Ausfahrten auf der Landstraße ergänzt werden.

Stay tuned…

2 Comments

  1. Totti
    7. Januar 2015

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    Na, wie siehst denn bisher aus? Warte gespannt auf den zweiten Teil.
    Wenn man div. Foren liest, werden die in der Tat immer ziemlich niedergemacht aber wenn man dann mal die Kritiker direkt fragt, stellt sich sehr oft raus, dass die nie eigene Erfahrungen gemacht haben, sondern immer nur ihren Senf vom „Hören-Sagen“ dazu geben 🙁

    • neotec_de
      7. Januar 2015

      Leave a Reply

      Hallo Totti,
      danke für die Erinnerung.
      Hier findest du nun den ersehnten Teil 2.

      Gruß,
      neotec.

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