Opel-Omega-V6-Ecotec

Der Y26SE und der Y32SE DOHC II–Benzin–Motor, sind eine Weiterentwicklung innerhalb der Opel ECOTEC Motorengeneration und basieren auf dem X25XE bzw. X30XE.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

  • E–Gas
  • OBD – Funktionalität im Motorsteuergerät
  • 2 Start– und 2 Hauptkatalysator mit 4 Lambdasonden
  • Motorsteuergerät in Hybridbauweise ME 3.1.1
  • Einspritzventile
  • Drosselklappenstutzen
  • Zündkerzenwechselintervall alle 120.000 km
  • Zündmodul
  • Rücklauffreies Kraftstoffsystem
  • Zylinderkopfdichtung
  • Kolben

Motorspezifische Kenndaten 

Y26SE Y32SE
Hubraum 2597 cm³ 2962 cm³
Bohrungsdurchmesser 83,2 mm 87,5 mm
Hub 79,6 mm 88,0 mm
Ventildurchmesser – Einlass 32,0 mm 32,0 mm
Ventildurchmesser – Auslass 29,0 mm 29,0 mm
Leistung bei Drehzahl 132 kW/6000 min-1 160 kW/6000 min-1
Max. Drehmoment bei Drehzahl 240 Nm/3400 min-1 290 Nm/3400 min-1
Verdichtungsverhältnis 10,0 : 1 10,0 : 1
Gemisch – und Zündregelung Motronic ME 3.1.1 Motronic ME 3.1.1
Zündkerzen FGR8 KQEO FGR8 KQEO
Kraftstoff ROZ 98 / 95 / 91 1) ROZ 98 / 95 / 91 1)
Abgasgrenzwerte 98/69/EG, Euro 3, Stufe A 98/69/EG, Euro 3, Stufe A

 

1)    Mit Einschränkung

Motorsteuergerät ME 3.1.1

Das Motorsteuergerät ME 3.1.1 ist eine Hybridausführung. Es verfügt über 2 getrennte Steckanschlüsse für je einen 64 Pin–Kompaktstecker. Es kommt ein neuer Mikro–Prozessor zum Einsatz.

Hauptmerkmale der in Hybridbauweise hergestellten Steuergeräte sind:

  • Einbau im Motorraum möglich
  • Kompakte Bauweise
  • Separate Kabelsatzstecker für Anschlüsse Instrumententafel– und Motorkabelsatz
  • Der Einsatz von keramischen Substraten macht sie besonders kompakt und zuverlässig

Motorsteuergeräte, die in Hybridbauweise gefertigt werden, ermöglichen eine kompakte sowie eine schwingungs– und stoßunempfindliche Bauweise. Aus diesem Grund ist es möglich, die Motorsteuergeräte im Motorraum einzusetzen. Die Kabelsätze können kürzer ausgelegt werden. Ausgelegt für extreme thermische und mechanische Belastungen. Die Motorsteuergeräte besitzen getrennte Kabelsatzstecker für den Kabelsatz Instrumententafel und Motor. Diese Bauweise mit getrennten Kabelsatzsteckern ermöglicht es, beim Aus– und Einbau des Motors, den Karosseriekabelsatz problemlos vom Motorsteuergerät zu entkoppeln.

Einspritzventile (EV 6 C)

Die Einspritzventile EV 6 C sind völlig neu entwickelte Einspritzventile. Durch neue Funktionsmerkmale und Fertigungsverfahren setzen sie bezüglich Funktion, Qualität und Einbauflexibilität neue Maßstäbe. Sie zeichnen sich durch sehr gute Heißstartverfahren und Korrosionsbeständigkeit aus. Außerdem besitzen sie eine Luftumfassung. Die Luftumfassung ist eine Zusatzfunktion, um die Strahlaufbereitung des Einspritzventils weiter zu verbessern. Die erforderliche Luft wird vor der Drosselklappe abgezweigt und den Einspritzventilen zugeführt. Als Antrieb für die Luftumfassung wird das Druckgefälle in der Saugrohrumgebung genutzt. Die Luft wird dem Austrittsbereich der Spritzlochscheibe über einen Luftumfassungsvorsatz zugeführt. Durch den engen Spalt am Luftaustritt erhält die Luft eine sehr hohe Geschwindigkeit, und der Kraftstoff wird bei der Vermischung der Luft fein zerstäubt. Das entsprechende Luft–Kraftstoff–Gemisch strömt mit hohem Impuls in das Saugrohr. Die Einspritzventile sind mit Kegelstrahldüsen versehen. Durch die Öffnungen der Spritzlochscheibe treten einzelne Kraftstoffstrahlen aus. Die Summe der Kraftstoffstrahlen bildet einen Kegelstrahl. Der Winkel, der einen bestimmte Kraftstoffmenge umfasst, wird als Strahlwinkel definiert.

Zündmodul

Die Zündmodule sind direkt über den Zündkerzen angeordnet und enthalten folgende Bauteile:

  • Kabelsatzstecker vom Motorsteuergerät
  • Je eine Einzelzündspule pro Zylinder
  • Integrierte Zündkerzenstecker

Die mit niedriger Spannung vom Motorsteuergerät gespeisten Zündspulen versorgen im richtigen Augenblick die Zündkerzen mit der zur Zündung notwendigen Hochspannung.

Zahnriementrieb

Der Zahnriementrieb der Motoren Y26SE und Y32SE wurde im MJ 2002 modifiziert.

Durch die neue Position der beiden Zahnriemen-Umlenkrollen konnten die freien Längen des Zahnriemens reduziert werden. Daraus resultiert eine positive Beeinflussung des Schwingungsverhaltens des Zahnriemens und somit auch eine Reduzierung des Motorengeräusches. Identifikationsmerkmal für den modifizierten Zahnriementrieb ist die untere Zahnriemen-Umlenkrolle, welche im Gegensatz zur alten Version keinen Exzenter besitzt.

Kolben

Es kommt ein Kolben mit einer Mulde zum Einsatz. Das Verdichtungsverhältnis wurde somit auf 10,0 : 1 begrenzt. Diese Mulde ist mittig angeordnet und gewährleistet so eine kompakte Brennraumform. Die Kolbeninnenform ist auf Festigkeit und angepasste Materialquerschnitte für die Wärmeabfuhr aus dem Bereich des Kolbenbodens optimiert. Der Feuersteg beträgt 3,7 mm, der erste Ringsteg ist den thermischen und mechanischen Belastungen angepasst. Zur Geräuschoptimierung des Kolbens wurde der Kolbenbolzen um 0,8 mm zur Druckseite desaxiert (schräggestellt). Der Kolbenbolzen ist im Pleuel eingepresst.

Zylinderkopfdichtung

Es kommt eine neue optimierte Zylinderkopfdichtung mit einer Metalllagendichtung in  einer Dicke von 0,65 mm zum Einsatz, die zur Reduzierung der Abgasemission beiträgt.